Zur indoeurop. (indogerm.) Sprachfam. gehörende westgermanische Sprache, gesprochen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Liechtenstein, Luxemburg, dem Elsaß, Südtirol u. dt. Sprachinseln anderer Länder, insges. von rd. 100 Mio. Menschen. Die d.S. hat sich vom 5.-8.Jh. unter politisch-kulturellen Einflüssen (Zusammenschluß germ. Stämme im Frankenreich, Ausbreitung des Christentums) aus mehreren germ. Stammessprachen entwickelt. Das Wort deutsch bedeutete urspr. volkssprachl. im Ggs. zum Latein der Geistlichen. In der Gesch. der d. S. unterscheidet man nach der lautl. Entwicklung folgende Stufen: Althochdeutsch/Altsächsisch (750-1050), Mittelhochdeutsch / Mittelniederdeutsch (1050-1350), Neuhochdeutsch/Neuniederdeutsch (seit 1350, mit der Zwischenstufe Frühneuhochdeutsch bis 1500). Die Übergänge sind fließend. Die Gliederung des dt. Sprachraums in Mundarten (Dialekte) ist im wesentl. das Ergebnis der 2. Lautverschiebung, die sich in Ober-Dtld. vollständig, in Mittel-Dtld. teilweise, in Nieder-Dtld. gar nicht durchgesetzt hat. Danach unterscheidet man die 3 großen Mundartgruppen Oberdeutsch, Mitteldeutsch u. Niederdeutsch. Die d. S. existierte jahrhundertelang nur in ihren Mundarten. Die »hochdt.« Schriftsprache bildete sich vom 15.-18. Jh. aus ober- u. mitteldt. Mundarten heraus, während sich das Niederdt. - hpts. aus polit. Gründen - nicht zur modernen Schriftsprache entwickeln konnte.